gebanntJanuar 19th, 2012 by Knut Meinke
brauch nur die augen zu schließen
und liebeslieder regnen vom himmel
pralle liebesworte fallen tosend
vor verlangen platzend - auf schorfigen grund
- unweigerlich dem tot entgegen.
tobsucht im magen, wild
wie motten im heißen sommersturm
in hoffnungsvoller extase fort gespühlt
sich’rem schlaf entrissen auf wütende See hinaus
- unweigerlich dem tot entgegen.
mein herz geschwollen, reibt sich wund
alten narben, blutend aufgerissen
vom nagel - rostig mit stumpfem fuß
entgegen den takt geschlagen
- unweigerlich dem tot entgegen.
nerfen schwingen, in synthese
vibrato der sehnen in allen obertönen
in symphonen ultraschallwellen
treiben orgelchöre druch mein fleisch
- unweigerlich dem tot entgegen.
behbenden flanken, den herzschlag im kropf
mit weichen knien nach einem maraton
noch immer aufgewühlt und voller rrahAA!
das schunde Leben vorwärts peitschend
- unweigerlich dem tot entgegen.
feuersbrunst aus dem drachenschlund
durchbricht jeden gedangengang
aschelocken fliehen dem krater
in wirren farben urwald
- unweigerlich dem tot entgegen.
innen größer als aussen
pulsierendes aufgeblasen, unerträglich gespannt
überschlagender wirbelsturm - gebannt.
*seufz* Ich finds schön, hab aber jetzt das Bedürfnis dich zu knuddeln *drück*
Liebe Grüße, Tami
Fabulatoria
Januar 27th, 2012