Der Mondschatten schneidet aus der Nacht ein Hasenloch. Eine Drecknarbe im fahlen Fetzen Grün hinter dem Haus. Schlaflos klimpert der Wind Altglas auf dem Balkon. Weit weg, ein Echo in den verlassenen Straßen. Ein Lachen ohne Antwort. Ein Lachen - gerade aufwachend aus dem Rausch von Farbe, Klang und Körper. Da ist es noch einmal! Als wolle es sich über sich lustig machen!

Oder Mut, den es klingt verirrt. Kann den Heimweg nicht finden und sucht einen Gedanken dem es folgen kann. Es steht wahrscheinlich an einer Straßenecke. Mit der Hand an der Augenbraue, das Licht der Laterne abschirmend. Wankend in die Seitenwege spähend ob dort eine Straße zu finden ist. Fool!

Nicht mal einen anständigen Straßengraben wird es dort geben, in dem es die Entscheidung verschieben könnte. Der kuschlige Holzzaun ist auch vermint. Einen Köter zum nachlaufen wäre brauchbarer. Aber nein, es gibt Gedanken die keinen Sinn haben.

Aus einer Richtung gekommen, bleiben drei Richtungen übrig. Aus der einen weht der Wind. Die zweite stinkt nach Hundekot. Die dritte ist völlig unbekannt. Wenn die Gedanken sich selbst schleppen bringt einen nur Laufen weiter.

Ein schnelles Laufen, mit schwingenden Ellbogen, den Körper leicht nach vorne geneigt. Das Momentum stabilisiert den Drall. Solange bis sich die Pendel nicht verheddern geht alles gut. Ab dann klappt es mit den Löchern in der Hose.

Da lacht es wieder. Ich lach zurück und es antwortet mir. Guter Dinge gehe ich schlafen. Die Wahrheit ist ein so kleines Ding. Wie eine Drecksnarbe im fahlen Fetzen Grün.

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